Die Fachoberschule soll auf das Studium an einer Fachhochschule vorbereiten. Hierzu gehört neben der Vermittlung schulischer Kenntnisse auch eine fachpraktische Ausbildung, durch die die Schüler elementare Fachkenntnisse und Fertigkeiten aus dem Berufsleben erwerben sowie eine gewisse Arbeitserfahrung durch praktisches Tätigwerden gewinnen sollen.
Diese fachpraktische Ausbildung (kurz fpA) wird an der FOS Passau blockweise in geeigneten außerschulischen Einrichtungen durchgeführt, wobei Unterricht und Praktikum in einem 4 bis 5-Wochen-Rhythmus wechseln. Eine Befreiung von der fachpraktischen Ausbildung ist nicht möglich. Das Praktikum ist ein wesentlicher Bestandteil der 11. Jahrgangsstufe der Fachoberschule. Bei Nichtbestehen des Praktikums ist das Bestehen der Probezeit bzw. das Vorrücken in die 12. Klasse nicht möglich.

Einsatzbereiche

Je nach Ausbildungsrichtung werden die Schüler in unterschiedlichen Praxiseinrichtungen untergebracht. Die Schule weist den Schülern in der Regel einen entsprechenden Platz zu.

Ausbildungsrichtung Sozialwesen

Ausbildung in Pflegeeinrichtungen, wie z. B. Altenheim, Sozialdienst und in sozialpädagogischen Einrichtungen, wie z. B. Kindergarten, Kinderhort oder Behindertenwerkstätten.
Die Schüler müssen sowohl den pflegerischen als auch den erzieherischen (sozialpädagogischen) Teil des Praktikums absolvieren. Deshalb findet zum Halbjahr ein Wechsel der Stelle in den jeweils anderen Bereich statt. Zur Ergänzung wird ein Einführungskurs zur Pflege durchgeführt, der allerdings auch erst nach der ersten praktischen Erfahrung stattfinden kann. Für ein soziales Praktikum sind die wichtigsten Grundimpfungen empfehlenswert, da sie für einige Stellen notwendig sind. Geeignet ist die Ausbildungsrichtung Sozialwesen nur für psychisch und physisch stabile Schüler. Im Rahmen des Erziehungspraktikums muss ein erweitertes Führungszeugnis in der Praktikumsstelle vorgelegt werden, das nicht älter als sechs Monate ist.

01 Kiga 02 Senheim
Vorlesen im Kindergarten Betreuung im Seniorenheim

 

Ausbildungsrichtung Technik

Ausbildung im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz in Passau-Auerbach.
Die Ausbildung findet in den Bereichen Elektrotechnik, Elektronik und Metalltechnik, eventuell auch im Bereich Bautechnik statt. Hierfür stehen erfahrene Meister zur Verfügung, die spezielle Kurse mit Projekten, wie den Bau eines fahrbaren Miniatur-Traktors oder eines Leitungssuchgeräts für unsere Fachoberschüler durchführen.
Untenstehender Link informiert über die Ausbildung:

http://www.hwkno.de/artikel/schulen-76,0,504.html

03 Loetarbeiten 04 Metall
Lötarbeiten Metallbearbeitung

 

Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung

Ausbildung in Behörden, Kommunen, Industriebetrieben, Banken, Versicherungen oder ähnlichen Institutionen.
Die Schüler wechseln zum Halbjahr die Praktikumsstelle, um so die Möglichkeit zu erhalten noch einen weiteren Betrieb mit anderen Organisationsstrukturen kennen zu lernen. Den Praktikanten soll es somit möglich sein sowohl eine Behörde als auch einen Wirtschaftsbetrieb kennen zu lernen, sofern ausreichend Stellen zur Verfügung stehen.

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Sachbearbeitung in einer Gemeinde Kundenberatung im Reisebüro

 

Ausbildungsrichtung Gesundheit

Ausbildung in Krankenhäusern, Rehazentren, Altepflegeeinrichtungen, Laboren, Beratungsstellen und Krankenkassen.
Ein Halbjahr ist mindestens im Bereich der Therapie oder Pflege zu absolvieren. Zum Halbjahr findet ebenfalls ein Wechsel der Stelle statt. Außer dem pflegerisch/therapeutischen Bereich sind Einsätze auch in der Prävention oder der Diagnostik möglich. Die Schüler bekommen eine Einweisung in die Grundlagen der Pflege, sowie in die wichtigsten Themen der ersten Hilfe. Impfungen sind in fast allen Einrichtungen Grundvoraussetzung für die Annahme als Praktikant. Als Ergänzung zum betrieblichen Teil findet in der Schule noch eine Vertiefung in Biologie statt, in der praktische und theoretische Kenntnisse erworben werden. Empfehlenswert ist die Ausbildungsrichtung Gesundheit nur für psychisch und physisch stabile Schüler.

08 Essenag 07 Blutdruck
Essensausgabe Blutdruckmessen

 

Praktikusaufwendungen

Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung schließt die Schule für jeden Schüler eine Haftpflichtversicherung ab, die in der Anmeldegebühr enthalten ist. In den einzelnen Ausbildungsrichtungen ist zum Teil spezielle Kleidung für das Praktikum erforderlich, z. B. in der AR Technik Sicherheitsschuhe bzw. Werkstattbekleidung, in der AR Sozialwesen und der AR Gesundheit eventuell weiße Kittel und Schuhe sowie in der AR Wirtschaft und Verwaltung möglicherweise Sakko, Krawatte oder Blazer. Die Praktikanten genießen auch während des Praktikums Schülerstatus und dürfen daher laut Schulordnung kein Entgelt für die geleistete Arbeit annehmen.

Betreuung

Jeder Praktikant bekommt als schulischen Betreuer eine bestimmte Lehrkraft zugewiesen. Dieser Praktikumsbetreuer kennt die Praktikumsstelle meist bereits seit längerer Zeit und ist für etwaige Probleme vor Ort jederzeit als Vertrauter anzusprechen. Außerdem gibt es in jeder Praktikumsstelle einen Betreuer aus der Institution, der für die fachpraktische Ausbildung zuständig ist. Für schwerwiegendere Probleme steht, wenn immer erforderlich, die Schulbeauftragte für die fachpraktische Ausbildung zur Verfügung.Sollten Sie noch Fragen haben, die wir nicht klären konnten, dann wenden Sie sich bitte per e-mail an ...

(hillinger[ätt]fos-bos-passau.de) oder telefonisch (0851-756823-0 bzw. Durchwahl -125) an die Schule.

Ihre Schulbeauftragte für die fachpraktische Ausbildung
Doris Hillinger, StDin