So fern, da das Thema Sterbebegleitung und Demenz unsere Schüler möglicherweise privat nicht betrifft - so nah, da Schüler im Sozialwesenzweig der Fachoberschule ein neunwöchiges Praktikum im Seniorenheim ableisten.

Da kommen im Vorfeld Fragen auf wie „Was soll ich einem todkranken alten Menschen sagen, wenn er die Frage stellt: ,Muss ich bald sterben?' und was ist, wenn er mich bittet bei ihm zu bleiben und ihm Gesellschaft zu leisten, obwohl mir das vielleicht unangenehm ist.“ Um unsere Schüler nicht unvorbereitet mit dem Thema Tod und Sterbebegleitung zu konfrontieren haben wir Frau Stuber-Kranixfeld vom Hospizverein eingeladen. Sie arbeitet dort in Teilzeit als Koordinatorin, hat den Beruf der Krankenschwester erlernt und ist schon mehrere Jahre beim Hospizverein Passau e.V. tätig. Als Profi konnte uns Frau Stuber-Kranixfeld die Arbeit des Hospizvereins näher bringen und wertvolle Ratschläge im Umgang mit Sterbenden geben.

Häufiger als mit sterbenden Menschen werden die Schüler während des Praktikums im Seniorenheim mit demenzkranken Menschen konfrontiert. Der zweite Teil der Veranstaltung widmete sich daher dem Thema Demenz. In Partner- und Gruppenarbeit informierten sich die Schüler über die Phasen der Demenz und erarbeiteten Möglichkeiten eines wertschätzenden Umgangs im tagtäglichen Kontakt mit dementen Bewohnern. Einer Schülerin entfuhr der Kommentar: „Wenn wir das nur gewusst hätten als meine Oma dement geworden ist. Das hätte uns sehr geholfen!“

Wir hoffen den Schülern durch diese Veranstaltung wichtige Informationen und Verhaltensmöglichkeiten an die Hand gegeben zu haben und wünschen ihnen für ihr Praktikum im Altenheim wertvolle Erfahrungen und schöne Begegnungen.

Sandra Stadler, StRin und Ursula Tomschy, StDin