Eine "Heiße Übung" für die BW13
Am 10. März 2017 wurde es für die BW13 im wahrsten Sinne des Wortes heißer als gewöhnlich.

Sie besuchte gemeinsam mit Herrn Bergbauer die Freiwillige Feuerwehr Stadt Osterhofen im Rahmen des Technologieunterrichts. Ein Schüler, welcher Mitglied bei der Feuerwehr ist, referierte ab 09:00 Uhr über das Osterhofener Rettungszentrum, in welchem auch das Bayerische Rote Kreuz und die Wasserwacht untergebracht sind, über die Osterhofener Wehr sowie über die Gefahren eines Brandes und dessen Entstehung.

Bevor die Klasse mit den hohen Temperaturen in Kontakt kam, wurde der Notruf geübt, die sogenannten fünf W-Fragen (Wer ruft an, Was ist passiert, Wo ist es passiert, Wie viele Verletzte, Warten auf Rückfragen) waren den Schülern bekannt. Durch das Beantworten dieser Fragen liefert der Anrufer die wichtigsten Informationen, welche die Rettungskräfte benötigen.

Die erste der praktischen Übungen bestand darin, dass ein Schüler ein zu verschrottendes Fahrzeug mit Hilfe einer besonderen Stange anhob. Im Einsatz hätten Feuerwehrmänner mit anderen, schwereren, technischen Geräten arbeiten können, jedoch es auch möglich diese Arbeit zu erledigen, wenn einfache physikalische Grundsätze ausgenutzt werden. Mit dem Halligan-Tool, einem speziellen Brecheisen, wurde innerhalb kurzer Zeit mit einem geringen Kraftaufwand die Motorhaube aufgeschnitten. Nach einer Vorführung des Spineboards, einer besonderen Rettungstrage, wurde die Klasse durch das Gebäude geführt. Im Anschluss zeigte ein Mitglied der Wehr den Schülern das auf dem Bild zu sehende TLF 4000, ein Tanklöschfahrzeug, welches speziell für Brände ausgestattet ist und 5.500 Liter Wasser mitführt.

Anschließend wurde die Klasse in zwei Gruppen geteilt. Während ein Teil der Berufsoberschüler mit der Drehleiter 30 Meter in die Höhe fuhr, wurde der andere Teil vom Kommandanten in die Brandsimulationsanlage, kurz BSA, begleitet. Die BSA in Osterhofen ist die einzige in ganz Niederbayern. Jeder Atemschutzgeräteträger sollte einmal im Jahr eine Übung in ihr durchlaufen haben. In diesem Brandcontainer können verschiedene Brände simuliert werden, ein Treppenbrand, ein Brand einer Gasflasche und ein Küchenbrand. Zusätzlich ist es möglich, eine sogenannte Rauchgasdurchzündung zu simulieren. Bei ihr zünden die sich in der Luft befindenden Gase während einem Brand durch und brennen ab. Dies stellt für die sich im Raum befindenden Personen sowie für alle umstehenden eine große Gefahr dar. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera konnten die knienden Schüler die heißen Temperaturen im Container messen, wenn sie aufstanden, konnten sie die Temperaturunterschiede zwischen Boden und Decke spüren.

Die Berufsoberschüler zeigten großes Interesse für die Möglichkeiten, welche die Feuerwehr hat, einen Brand zu simulieren, aber auch für die Möglichkeiten, diesen im Ernstfall zu bekämpfen und in vielen anderen Bereichen zu helfen. Sie bekamen einen Eindruck davon, welchen Belastungen eine Einsatzkraft ausgesetzt ist. Auch der Ablauf eines Einsatzes, von der Alarmierung bis zur Rückkehr in die Wache wurde ihnen erläutert. Die Schüler lernten, dass es bei der Feuerwehr wie auch in der Schule wichtig ist, zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen. Insbesondere bei Feuerwehren, welche nur aus freiwilligen Mitgliedern bestehen, ist die Unterstützung der Bevölkerung und ein kameradschaftliches Zusammenarbeiten unerlässlich. Beeindruckt und begeistert verließ die Klasse gegen Mittag das Feuerwehrgelände und machte sich auf den Heimweg.

Thomas Müller, BW13

BW13Osterhofen