Ein Seminar zur Sicherheitspolitik der 13. Klassen der Staatlichen Fachober- und Berufsoberschule hat nach mehreren Exkursionen mit einer großen Abschlussveranstaltung im Zeichen der Münchner Sicherheitskonferenz geglänzt.

Vorträge der FOS-BOS-Seminaristen behandelten u.a. den Syrienkrieg, Russlands aktuelles Auftreten unter Putin als Herausforderung für die westliche Staatengemeinschaft, eine kritische Bestandaufnahme des Einsatzes von Drohnen und Robotern bei Militär und Polizei, die Konzepte zur inneren Sicherheit nach den Terror- und Amokangriffen in Bayern, Deutschland und Europa sowie den Einsatz der Bundeswehr im Inneren. Seminarexkursionen, organisiert und betreut vom Seminarleiter Oberstudienrat Michael Dominik, boten vertiefte Forschungsmöglichkeiten. So besuchte das Seminar unter dem Aspekt der Sicherheit das Jüdische Museum in München; in Dresden verbrachten die Schüler einen Tag an der Offiziersschule des Heeres und erhielten dabei Informationen zu den Schwerpunkten der Offiziersausbildung, den Einsatzrealitäten in Afghanistan, dem Balkan und Mali, der Zusammenarbeit mit verbündeten Nationen im Kampf gegen den IS sowie zum Umgang der Soldaten und ihrer Familien mit Verletzungen, Tod und traumatisierenden Erlebnissen.Im Militärhistorischen Museum der Elbmetropole widmete sich die Passauer Seminargruppe, ebenso unter fachkundiger Betreuung, dem Wandel der Bundeswehr und der NATO vom Kalten Krieg bis zu den aktuellsten Einsätzen, auch im Hinblick auf den Kampf gegen den Terror. Bewusst wurde dabei den Schülern, dass nur präzises wissenschaftliches Arbeiten und faktenbasierte Analysen vor Verallgemeinerungen oder überemotionalisierten Fehlwahrnehmungen schützen können, gerade hinsichtlich der hochkomplexen Sicherheitspolitik und in Zeiten von "Fake-News". − red/Foto:Dominik
PNP vom 03.März 2017