Genderkorrekt und vegan ist die Metapher zwei Zeilen weiter oben natürlich nicht, aber was tut man nicht alles für eine Fünfer-Alliteration …

Doch jetzt zur Sache: Wie schon vergangenes Jahr war die „Location“ für unsere diesjährige Open Stage das Zeughaus – altbewährt und „for ever young“. Am Freitag, 17. März kamen die Kreativen, egal ob von Romantik, Rock oder Rap durchpulst, auf die Profi-Bühne des Jugendzentrums und heizten in der Elektrosonne schwitzend gleich auch noch dem Publikum ein. Die SMV und das Open-Stage-Team um Anna, Isabella, Jessica, Jonathan, Niklas, Silvia, Simon, Stefanie, Stephan, Thomas (und vielleicht noch andere, deren Namen mir entgangen sind – Verzeihung!) haben mit Unterstützung der beiden Verbindungslehrerinnen, Frau Atzinger und Frau Hillinger, das Ganze auf die Beine gestellt und Bär und vor allem Passauer Wolf tanzen lassen. Diesmal ohne direkte Moderation, was aber auch kein Problem war, denn: Kultur entspannt, Kultur verbindet. Nicht einmal zwischen den Rappern gab es einen „Sängerkrieg“. (Was man einst und auch noch in Richard Wagners Oper so nannte, heißt man heute natürlich „Battle“ …)
Im Unterschied zum Jahr davor ist diesmal der Run auf die Flipchart von Anfang an groß: auf ihr kann man sich quasi anstellen, und das tun die Leute reihenweise. Das Spektrum ist groß und vielfältig (ich verzichte im Folgenden daher auf Namen, es wären einfach zu viele): Da gibt es Popsongs und Balladen solo oder im Duett, mit fester Band oder auch spontan engagierten Begleitern. Da hört man philosophisch-lyrische Texte, die sich anspruchsvoll und sprachverliebt mit solchen Dauerbrennern wie Schönheit und Beziehungskisten beschäftigen. Da wird gerockt, dass akustische Wirbelwinde in den Zuschauerraum brettern. Und, und, und … Die ganz besondere Show kriegt man freilich, wenn man zwei Rap-Gangs zusammenlegt und dann in Mannschaftsstärke die Bühne stürmt (später dann auch mit flugs adoptiertem Beatboxer des bereits vorher glänzenden Rap-Duos). Mit so viel rhythmisierter Man-Power und unglaublicher Dynamik vergeht die derart getaktete Zeit wie nix. Fazit: Ein höchst vielseitiger und unterhaltsamer Abend, und der flankierende Kuchenverkauf zum caritativen Zweck wertet das Event noch zusätzlich auf.
Man darf schon aufs nächste Jahr gespannt sein – ja, die Künstler, die Kreativen, sie laufen jeden Tag um uns und mit uns herum. Und wer weiß, vielleicht schlummert ja selber Potenzial in einem? Wohlan denn, Publikum: schnapp dir Stift oder Laptop, hol dein Instrument raus oder besorg dir eins (und wenn´s nur eine Mundharmonika ist) … und dann ran an den Speck! It´s fun!

Stephan Reiter