Wir konnten im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung für unsere Schüler die Schauspielerin und Kampfchoreographin Katrin Klewitz gewinnen, die diese scheinbaren Gegensätze gut verbinden konnte.

 

Katrin Klewitz


An einem heißen Tag im Juli trafen sich die Klasse S 11 b zu diesem Tagesseminar in der Heiliggeistgasse. Nach Dehn- und Streckübungen, damit die Muskulatur aufgewärmt ist und keine Verletzungen passieren können, ging es gleich richtig mit Kampfszenen los. Die Schüler lernten verschiedene Techniken, für den Zuschauer realitätsnah Schläge auszuführen (natürlich ohne sich zu verletzten). Erstes Highlight waren die Würgeszenen, die so echt aussahen, dass zuschauenden Schülern gleich ein: „Hör auf!“ herausrutschte. Nach den ersten Vorübungen, erarbeiteten die Schüler gleich selbst in Partnerarbeit eine kleine Konfliktsituation, die in einer Kampfsituation endete und spielten diese im Plenum vor. Weiter ging´s mit Übungen zur Bühnenpräsenz, zum Ankommen und Aufmerksamkeit Erreichen in Gruppen – alles Übungen, die man leicht in unseren Alltag integrieren kann.
Geschickt leitete Frau Klewitz über zu einer Gruppenarbeit, in der sich jeweils 3-4 Schüler einen Auszug aus einem klassischen Bühnenstücke, der im Konflikt endet, beschäftigten. Zur Auswahl standen Auszüge aus: Mac Beth, Bandscheibenvorfall und Henry V.
Aufgabe der Schüler war es nun, ausgehend von der vorgegebenen Spielsituation, alternative Ausgänge – einen mit neutralem Ausgang und einen mit Konfliktlösung – zu erarbeiten und anschließend im Plenum vorzuspielen.
Vom Bühnenstück in die Realität – auch in der Realität sind wir vielfältigen Konfliktsituationen ausgesetzt. Hier hatten die Schüler die Möglichkeit eigene Konflikte und Lösungsmöglichkeiten anzusprechen und auszuprobieren.
Anfang und Ende bilden eine Einheit – so schlossen wir den Tag nochmals kampfchoreographisch ab.
„Echt cool“ - trotz hohen Temperaturen blieben alle Schüler bis zum Schluss motiviert dabei.

Tomschy Ursula