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Der regelmäßige Besuch von Geraldo Brandstetter im Hause der FOS und BOS Passau gehört zu den Höhepunkten eines jeden Schuljahres. Dabei informiert er in seiner begeisternden Art Schüler und Kollegen gleichsam aus erster Hand über aktuelle Entwicklungen im Kinderdorf.
Mitte Oktober gab nun auch der Nachfolger von Pfarrer Gerd Brandstetter, Sebastian Haury, seinen Einstand in den Räumen der Beruflichen Oberschule. Die beiden nutzten in einem ausführlichen, sehr freundschaftlichen Gespräch die Gelegenheit, Schulleiter Dr. Reinhold Haggenmüller für die gleichsam kontinuierliche, vielfältige und nachhaltige Unterstützung des Kinderdorfes zu danken.
Sie zeigten sich begeistert, dass die Hilfen der Beruflichen Oberschule Passau für brasilianische Straßenkinder seit nunmehr zehn Jahren fester Bestandteil der Aktivitäten der Schulfamilie sind und fast schon selbstverständlich zum Schulleben gehören.
Über 20 Kolleginnen und Kollegen beteiligen sich in Form von drei großen Patenschaften, einzelne Schüler, Lehrerinnen und Lehrer organisieren immer wieder Aktionen zu Gunsten dieses so großartigen Projektes. Mitglieder der SMV lassen ihrer Kreativität freien Lauf und tragen so permanent zur Finanzierung bei.
Mittlerweile haben sogar drei Schülerinnen aus den Reihen der Beruflichen Oberschule Passau als so genannte „Missionarinnen auf Zeit“ ein Jahr vor Ort Soziale Arbeit geleistet und sind begeistert, aber auch demütig, mit wertvollsten Erfahrungen im Gepäck nach Deutschland zurückgekehrt.
Schulleiter OStD Dr. Reinhold Haggenmüller und der Projektverantwortliche OStR Bernhard Krinninger bedankten sich herzlich für das Gastgeschenk, eine farbenprächtige Collage mit Impressionen aus dem Kinderdorf und versicherten den Gästen aus dem Nordosten Brasiliens nicht müde zu werden, das auch pädagogisch äußerst wertvolle Projekt weiterhin nach Kräften zu fördern und unterstützen.
Bleibt zu hoffen, dass die beiden Missionare ihre Arbeit noch lange mit ihrer Agilität, ihrem offenen Herzen und ihrer großen Menschlichkeit fortsetzen können, damit sie jungen Brasilianern, welche die Schattenseiten des Lebens erfahren mussten, Heimat geben und andererseits jungen Menschen aus Wohlstandsgesellschaften sinnstiftende Wege aufzeigen können.

Text: Bernhard Krinninger

Fotos: Kronawitter