1. Idee und Konzeption

Bei einem pädagogischen Tag der Beruflichen Oberschule Passau konnte OStR Gunter Langenbach, Physik- und Sportlehrer an der genannten Schule, die Bürgermeisterin der Stadt Passau, Frau Dagmar Plenk, für die Idee gewinnen, auch in der Dreiflüssestadt einen Planetenweg zu installieren. Nach Langenbach drängte sich die Innseite, beginnend an der Ortspitze und flussaufwärts führend förmlich auf, da dort an der Schokoladenseite Passaus täglich tausende von Touristen und Einheimischen flanieren und somit der Planetenpfad ein größtmögliches Publikum anspräche. Bürgermeisterin Plenk versprach, die juristischen Fragen wie Eigentumsrechte an Grundstücken oder das Thema Hochwassergefahr zu klären und wollte auch noch Alternativen zum Verlauf entwickeln, doch gab sie Herbst 2007 schon ihr grundsätzliches Ja zur Realisierung, verbunden mit der Auflage, dass die Berufliche Oberschule sich um die inhaltliche Konzeption und um finanzielle Sponsoren kümmere. Durch das Lebensschicksal von Frau Plenk, schwere Krankheit und dann ihr unerwarteter Tod, zog sich die Projektverwirklichung in die Länge und von den ursprünglich ins Boot geholten Schulen realisierten letztlich das Gymnasium Leopoldinum Passau und federführend die Berufliche Oberschule Passau die Idee. Natürlich waren diese Schulen auf die Unterstützung weiterer Experten und Kooperationspartner angewiesen. Die Zusammenarbeit mit Herrn Klemm von der Sternwarte Passau, mit Herrn Roland Biebl von der ZF Passau, Herrn Kreuzer und Herrn Wachtveitl von der Stadt Passau.
Im Maßstab von 1 : 1.000.000.000 präsentieren nach einem Sonnenmodell diverse Granitstelen die Positionen und Abstände der Planeten zueinander und voneinander. Auf den Stelen können Interessierte Detailinformationen auf Edelstahlplatten entnehmen und dadurch wird deren Verständnis für unser Sonnensystem geweckt. Die unterschiedlichen Granitarten der Stelen unterstreichen die Bedeutung der Granit verarbeitenden Industrie im Passauer Umfeld und legen ein beredtes Zeugnis über die Vielfalt des Granits in diesem Raum ab.

Für die völlig unbürokratische und unproblematische Zusammenarbeit gilt der Dank folgenden Granit verarbeitenden Betrieben der Region:

 

Kubitscheck Granitwerk Fürstenstein
WS Granit Hauzenberg
Hötzendorfer Granitwerke Merckenschlager
Kneidinger Naturstein Hauzenberg
Thiele Granit Fürstenstein
Granitwerke Götzer Hauzenberg
Krenn Granit Tittling


Ein herzlicher Dank geht auch an die Zahnradfabrik Passau sowie der Firma Graviertechnik Maier für die Erstellung der Infotafeln. Einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen dieses Projekts trug die Glockengießerei Perner durch die Gestaltung und Herstellung der Sonne bei. Gute Ideen und Materiallieferungen reichen zur Verwirklichung eines solches ehrgeizigen Projekts natürlich nicht aus. Es braucht darüber hinaus auch noch tatkräftige finanzielle Unterstützer. Nur mit dem Sponsoring von
konnte der finanzielle Rahmen geschaffen werden.

DulF
Dr. Hans-Kapfinger-Stiftung Passau
Dagmar Plenk Passau
Wittelsbacher Apotheke Passau
Targobank Passau
Fensterfabrik Niederhofer Vilshofen
Kanzlei Maierhofer und Klimt Passau
WLS Bürotechnik Passau

 

2. Schritte der Realisierung

a) Das Projekt Passauer-Planeten-Pfad

Noch steckt der Passauer-Planeten-Pfad (PPP) in der Planungs- und Vorbereitungsphase, doch im Frühsommer 2010 soll er Wirklichkeit werden. Der PPP entsteht in Kooperation der Beruflichen Oberschule Passau und des Gymnasiums Leopoldinum mit der Stadt Passau, der Sternwarte Passau, der Zahnradfabrik Passau sowie mit führenden Granitherstellern der Region.
Im Maßstab 1:1 Milliarde wird unser Sonnensystem auf Granitstelen mit Erklärungstafeln zu den einzelnen Planeten vom Dreiflüsseeck Inn aufwärts bis nach Ingling vorgestellt. Die Wegführung ist großteils mit der klassischen Passauer Flaniermeile am Inn identisch, die von Touristen wie von Einheimischen stark frequentiert wird.
Ende November 2009 konnte der Prototyp der Planetentafel „Jupiter“ von Diplom-Ingenieur Roland Biebl (ZF Passau GmbH) den Projektpartnern präsentiert werden.

2060 ko
2070
v.l.n.r.:
Dr. Reinhold Haggenmüller, Marion Zels, Elisabeth Wolf, Roland Biebl, Klaus Hierl, Gunter Langenbach, Peter Kreutzer, Rainer Klemm

 

b) Planetenpfad am Inn

Artikel der Passauer Neuen Presse vom 17.3.2010

kapfingerstiftung

Noch steckt der Passauer-Planeten-Pfad in der Planungs- und Vorbereitungsphase, doch noch heuer soll er Gestalt annehmen. Bei einem Besuch bei OB Jürgen Dupper (4 v.r.) haben die Initiatoren um Dr. Reinhold Haggenmüller
(3. v.r.) einen Zwischenbericht abgegeben.

Im Maßstab 1:1 Milliarde soll das Sonnensystem auf Granitstelen mit Erklärungstafeln zu den einzelnen Planeten abgebildet werden. Ausgangs- oder Zielpunkte sind eine Sonnenstele an der Ortsspitze bzw. der Planet Pluto am Parkplatz Ingling. Als "Nebeneffekt" will der Planetenweg die Vielfalt des heimischen Granits dokumentieren. Die Organisatoren sind deshalb in enger Zusammenarbeit mit Granitwerken, die inzwischen für Planetenabbilder und Infotafeln 14 Stelen zugesagt haben. Die Lehrlingswerkstatt der Zahnradfabrik unterstützt mit ihrem Know-how die Umsetzung des von Schülern und Lehrern der Beruflichen Oberschule und des Gymnasiums Leopoldinum konzipierten Projekts. Dennoch sind die Initiatoren - im Bild v.l. Reinhard Wachtveitl vom Kulturamt, Rainer Klemm, Peter Kreutzer, Dr. Franz Füller, Ludwig Altenbuchinger und Klaus Hierl - weiter auf Sponsoren angewiesen. Entsprechend willkommen war die 2000-Euro-Spende der Dr.-Hans-Kapfinger-Stiftung der Passauer Neuen Presse, die der Geschäftsführer der Donau-Wald-Presse GmbH Reiner Fürst und PNP-Redaktionsleiter Wolfgang Lampelsdorfer an die Organisatoren übergaben. Läuft alles nach Plan, könnte noch heuer die Eröffnung gefeiert werden.

c) Dem Planetenpfad fehlt noch die Sonne (PNP vom 07.10.2010)

Pfad fehlt Sonne

 
d) Alle Stelen sind schon da (PNP vom 28.10.2010)
 
 
28 10 Planetenpfad Stelen

e) Sonnen-Guss für den Planetenpfad (PNP vom 12.05.2011)

 
sonne