Die Sonne macht den Planetenpfad komplett

Installation der 400 Kilo schweren Bronzeskulptur schließt das Projekt ab - Der Weg reicht von der Ortsspitze bis nach Ingling

Von Elke Zanner

Sie ist 400 Kilo schwer und hat einen Durchmesser von 1,40 Meter: Die Bronzesonne an der Ortsspitze ist das Herzstück des Passauer Planetenpfads, der der mit dieser Intallation komplett ist. Der Pfad soll Einheimische wie Touristen auf die immense Ausdehnung desUniversums aufmerksam machen. „Der Pfad ist eine wunderschöne Ergänzung für die Lieblingsmeile der Passauer", sagte OB Jürgen Dupper gestern Nachmittag bei der Eröffnungsfeier, zu der Vertreter von Schulen, des Stadtrats sowie Sponsoren gekommen waren.Der Pfad erstreckt sich auf einer Länge von knapp sechs Kilometern bis nach Ingling, wo er mit dem Neptun endet, und stellt das Sonnensystem im Maßstab von 1:1 Milliarde dar. Auf Granitstelen sind die einzelnen Planeten in maßstabsgetreuen Abständen und Größenverhältnissen dargestellt. Die fachliche und thematische Arbeit haben Lehrer und Schüler geleistet, nämlich die vom Leopoldinum, ASG, den Gisela-Schulen und federführend die FOS/BOS Passau. Dr. Reinhold Haggenmüller, der Leiter der Beruflichen Oberschule, erläuterte gestern die drei wesentlichen Ziele des Passauer Planetenwegs. Zum einen habe nun jeder die Möglichkeit, sich über das Sonnensystem zu informieren, zum anderen soll es die unvorstellbaren Dimensionen des Weltraums ein wenig begreifen machen. Und drittens regt der Pfad die Betrachter vielleicht auch zu existenziellen Überlegungen an. Eines soll der Planetenpfad jedenfalls nicht sein: ein museales Ausstellungsstück. Die Initialzündung für das Projekt kam schon vor Jahren von Haggenmüllers Lehrerkollegen Gunter Langenbach, als er von Freinberg aus herunter auf Passau schaute und dabei auf die Idee kam, dass ein Planetenweg entlang des Inns nicht verkehrt wäre. In der verstorbenen Dagmar Plenk fand Langenbach schnell eine begeisterte Unterstützerin. Zwischendurch war das Projekt ins Stocken gekommen. Nicht zuletzt ist es auch den zahlreichen Sponsoren zu verdanken, die mit Geld und Sachspenden zum Gelingen des Planetenpfads beigetragen haben. Die 14 Stelen haben regionale Granitunternehmen gestiftet, die Edelstahltafeln mit der Beschreibung der Planeten kommen aus der Ausbildungswerkstatt der ZF. Unterstützt und begleitet haben das Projekt die Stadt Passau (Kulturamt, Altstadtbeauftragter, Bauhof)

OB Dupper