PNP vom 02.10.2012
 
Arbeitsgemeinschaft aus mehreren Schulen will aber nach wie vor fachliche Betreuung der zehnteiligen Info-Einrichtung am Innufer behalten.

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Über 300 Kilo schwer "scheint" die Sonne an derOrtspitze.
Sie ist Ausgangspunkt eines Planetenpfads, den die Stadt
nun mit allen Rechten und Pflichten von einer Arbeitsgemein-
schaft übernehmen soll.

Foto: Jäger

Die Arbeitsgemeinschaft "Passauer Planetenpfad", ursprünglich ein Zusammenschluss mehrerer Passauer Schulen, die einen im vergangenen Jahr eröffneten Planetenpfad initiiert und vorangetrieben haben, möchte den zehnteiligen und gutfrequentierten Bildungs-Parcours mit vielen Hinweisschildern und Skulpturen unentgeltlich an die Stadt Passau übereignen. Im Kulturausschuss am kommenden Donnerstag soll die Übernahme an die Stadt besiegelt werden. Ihr obliegen dann künftig auch "alle Rechte und auch Pflichten " im Zusammenhang mit dem Pfad ? soll heißen: vorwiegend der Unterhalt. Die fachliche Betreuung des Planetenpfads soll allerdings weiterhin Aufgabe der vorwiegend aus Pädagogen besetzten Arbeitsgemeinschaft bleiben.

Im Jahr 2007 haben sich die Fach- und Berufsoberschule Passau, das Adalbert-Stifter-Gymnasium, das Leopoldinum und das Gisela-Gymnasium Niedernburg zu der Arbeits-gemeinschaft zusammengeschlossen mit der Zielsetzung, in Abstimmung mit der Stadt Passau von der Ortspitze aus entlang des Innufers einen Passauer Planetenpfad zu errichten. Im Sommer vergangenen Jahres wurde der Bildungsparcours eröffnet. Er erstreckt sich auf einer Länge von knapp sechs Kilometern bis nach Ingling. Auf zehn Granit-Stelen, die von heimischen Firmen zur Verfügung gestellt wurden, und darauf aufgebrachten Informationstafeln sind im Maßstab 1:1 Milliarde die Planeten und ein Asteroid im Halbrelief dargestellt. Die begleitenden Texte wurden unter Hinzuziehung der Passauer Volkssternwarte von den Schulen erarbeitet. Die Tafeln fertigten Lehrlinge der ZF Passau im Rahmen ihrer Ausbildung.

Die Sonne als Mittelpunkt des Universums ist als Bronzekugel mit einem Durchmesser von 1,40 Metern dargestellt. Das Gewicht der von der Passauer Glockengießerei Perner gefertigten Kugel beträgt rund 300 Kilogramm. Von der Ortspitze aus ziehen sich neun Informationstafeln an Geh- und Radwegen bis hinaus zum Parkplatz des Rudervereins in Ingling. Die Kosten des Pfads beliefen sich auf rund 9000 Euro.

Das Adalbert-Stifter-Gymnasium sowie das Gisela-Gymnasium sind mittlerweile aus der Arbeitsgemeinschaft ausgeschieden. Nach wie vor steht das Projekt unter Leitung von FOS-/BOS-Leiter Oberstudiendirektor Dr. Reinhold Haggenmüller, der zusammen mit OB Jürgen Dupper und in Anwesenheit aller am Projekt Beteiligten und vieler Sponsoren den Wissensweg bei einer kleinen Feier im Juli 2011 eröffnet hat. Die Arbeitsgemein-schaft möchte nun den Pfad nach vierjähriger Vorarbeit und seiner endgültigen Fertig-stellung 2011 an die Stadt übergeben, ohne auf die fachliche Betreuung verzichten zu wollen.