PNP 29.01.2013

Kultusstaatssekretär Bernd Sibler unterzeichnet Kooperationsvereinbarung mit dem Bayerischen Bauernverband

 

Sieb 01

Kultusstaatssekretär Bernd Sibler probierte
mit Schülern das neue Internetportal "mebis" aus.

 
     

Längst sind die digitalen Medien aus den Klassenzimmern nicht mehr wegzudenken. Die neuen Medien Computer und Internet gehören zu den Erlebniswelten von Jugendlichen und jungen Erwachsen heutzutage dazu und schon lange findet sich die jüngere Generation dort mit traumwandlerischer Sicherheit zurecht. Gestern stellten Schüler der 12. und 13. Klasse der Staatlichen Fachober- und Berufsoberschule Kultusstaatssekretär Bernd Sibler das neue Internetportal "mebis - Landesmedienzentrum Bayern" vor. Zudem unterzeichneten Sibler und Gerhard Stadler, der Präsident des Bauernverbands Niederbayern, eine Kooperationsvereinbarung. Denn auch der Bauernverband ist in "mebis" mit einem kurzen Film und anderen Beiträgen vertreten.

Dabei waren sich die beiden Lehrkräfte OstR Andreas Ott und StR Dr. Thomas Kippenberg, die das neue Internetportal in einer kurzen Sequenz vorstellten, darüber einig, dass digitales Lernen noch eine Neuerung in den Klassenzimmern sei und daher naturgemäß die eine oder andere Kinderkrankheit aufweise. "Allerdings sind das Kleinigkeiten, die hoffentlich bald ausgemerzt sein werden", fügte Kippenberg an. Zu diesem Zweck seien die Verantwortlichen jedoch besonders dankbar für die gute Zusammenarbeit mit der Universität München, die das Projekt evaluierend begleite.

Sieb 02 Unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung (vorne): Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (l.) und der niederbayerische Bauernverbands-präsident Gerhard Stadler. Hinten: FOS/BOS-Leiter Reinhold Haggenmüller (l.),Vertreter des Bauernverbands.  

Was genau ist aber nun "mebis" eigentlich? "Mebis" ist die Abkürzung für "Medien ? Bildung ? Service" und bietet Schulen in ganz Bayern eine digitale Lernplattform, die sogenannte Mediathek, mit der den Lehrern eine neue Unterrichtsform zur Verfügung steht. Neben den bewährten Formen des Frontalunterrichts, der Gruppenarbeit oder auch der Recherche in Bibliotheken, ist der digitale Unterricht am Laptop eine weitere Methode, um Wissensinhalte zu vermitteln, aber auch gemeinsam zu erarbeiten. Diese Eingrenzung war Sibler wichtig, wie er ausführte: "Es soll ja nicht jeden Tag stattfinden und es sollen auch nicht plötzlich alle Stunden vor dem Bildschirm gestaltet werden." Ebensowenig würde die neue Lehrmethode die Lehrer ersetzen: "Für die nach pädagogischen Grundsätzen erarbeiteten Unterrichtsstrukturen und Lernprozesse sind nach wie vor die Lehrer unabdingbar notwendig."

Der große Vorteil dieser neuen Unterrichtsform liege jedoch, so Sibler weiter, auf der Hand: "Inhaltlich kann das System für alle möglichen Themenbereiche eingesetzt werden." Somit sei eine ausgeprägte Regionalisierung möglich. Dies zeigte sich auch in der Präsentationssequenz, in der die Schüler gemeinsam mit dem Kultusstaatssekretär ein Quiz zur Dreiflüssestadt absolvierten. So ein Quiz, im konkreten Fall zusammengestellt von Andreas Ott, kann zum einen einer Wissenstandserhebung der Schüler dienen, könnte aber auch als Prüfungsform eingesetzt werden. Da die Fragen bereits im System beantwortet sind, bekommen die Schüler eine unmittelbare Bewertung: "Das ist gut. Eine schnelle, unmittelbare Rückmeldung ist für die Schüler eine positive Erfahrung und entlastet zudem die Lehrkräfte", so Sibler im Anschluss.

Ein weiterer Vorteil des Systems, das derzeit an 90 Schulen im Freistaat im Rahmen des Projekts "Referenzschule für Medienbildung" auch an der Staatlichen Fachober- und Berufsoberschule in Passau getestet wird, sei die abgesicherte rechtliche Situation. Sibler: "Urheberrecht und Datenschutz sind sensible Bereiche. Bei ‘mebis‘ ist kein Copyright übersehen worden, bei Karten und Logos etwa. Dies ist wiederum für die Lehrkräfte, die diese Materialien verwenden, eine große Erleichterung."