Referenzschule für Medienbildung (RfM) - Berufliche Oberschule Passau als Multiplikator in Deggendorf

Am 12.07.2012 folgten Nadine Sommer, Thomas Jungwirth und Dr. Thomas Kippenberg der Einladung des Deggendorfer RfM-Teams, unter der Leitung von Nicole Habereder und Daniela Tremmel, an die Aloys-Fischer-Schule (AFS), Berufliche Oberschule Deggendorf.

Ca. 15 Kolleginnen und Kollegen der AFS nahmen an der Veranstaltung teil, um einen Überblick über Planung, Entwicklung, Ablauf, aber auch mögliche Hürden bei der Durchführung des Projektes zu erhalten.

Nach einer kurzen Vorstellung der Gäste durch die dortigen Projektleiter referierte Dr. Kippenberg, der in Zusammenarbeit mit Andreas Ott für das Gesamtprojekt an der Beruflichen Oberschule Passau verantwortlich zeichnet, zunächst über den grundsätzlichen Projektablauf und die Projektentwicklung.

Vom Beginn im September 2010 bis zum vorläufigen Ende im Juli 2012, das durch die Abgabe von Modulen und des Medienentwicklungsplans am ISB (Staatsinsitut für Schulentwicklung und Bildungsforschung) markiert wurde, waren vielfältige Aufgaben zu erledigen. Ca. 10-12 Kollegen aus unterschiedlichen Fachschaften waren, v. a. bei der Ausarbeitung der abzugebenden Unterrichtsmodule, am Projekt beteiligt. Auch die Schulleitung, mit Dr. Haggenmüller an der Spitze, unterstützte die beiden Projektleiter nicht nur im strategisch-planerischen, sondern auch im operativen Bereich, durch die Mitwirkung bei der Erstellung eines Unterrichtsmoduls.

Als Kern des Projektes stellte Dr. Kippenberg drei Bereiche heraus: Erstens die Erstellung eines Medienentwicklungsplans (MEP), der in Form eines Wikis auf der Schulhomepage veröffentlicht ist und auch beim ISB eingereicht wurde. Zweitens die Entwicklung eines Medien-Methoden-Curriculums (MMC), in dem die strukturelle Darstellung der Module erfolgt. Und schließlich drittens die Erarbeitung, Durchführung und Evaluation der Unterrichtsmodule selbst. Diese wurden systematisch entweder in den Fachunterricht integriert, z.B. in den Fächern Deutsch oder Sozialkunde, im Rahmen eines Projekttages umgesetzt oder als Bestandteil der Seminarphase durchgeführt.

Als Ziel und als Ausblick nach Abschluss des Projekts gab Herr Dr. Kippenberg die Integration der Module in den regulären Schulablauf vor.

Damit die Deggendorfer Kolleginnen und Kollegen noch konkretere Vorstellungen von den Aufgaben und Arbeitsabläufen im Rahmen des RfM-Projektes erhalten konnten, referierte Frau Nadine Sommer exemplarisch zum Modul „Onlinekommunikation. Möglichkeiten und Stile“, das von ihr mitentwickelt wurde. Dabei erklärte sie den grundsätzlichen Aufbau des Moduls, die konkreten Inhalte und die Vorgehensweise bei der Erstellung. So erfuhren Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Oberschule Passau viel über Umgangsformen, Anreden und Formulierungen im Rahmen von multimedialen Kommunikationskanälen. Mit Hilfe der sog. Nettiquette konnten die Schülerinnen und Schüler schließlich eigene E-Mails stilsicher verfassen, niveauvoll im Netz chatten, aber auch Negativbeispiele analysieren, beurteilen und verbessern.

Das Resümee dieses Treffens ist einerseits die Weitergabe von vielfältigen Tipps und Hilfestellungen für die Deggendorfer Projektverantwortlichen und –beteiligten. Andererseits konnten auch die Passauer Vertreter unzweifelhaft von diesem Austausch profitieren, da durch die Vermittlung der gemachten Erfahrungen und die gezielten Rückfragen neue Sichtweisen erkennbar wurden und sich neue Impulse für das Thema Medienbildung ergaben.Somit ist diese Veranstaltung für beide Seiten als sehr gewinnbringend anzusehen.

Thomas Jungwirth, StR