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Da kann es einer mit den Leuten: „I bin´s, da Weiherer!“, schreit er lachend in den Saal hinein, und sofort ist Stimmung da.

Ein niederbayerischer Wirbelwind fegt am Donnerstag, den 26. April 2018 durch die Berufliche Oberschule, in Gestalt des Liedermachers und Kabarettisten Christoph Weiherer. Seinen Nachnamen hat er gleich zur Marke gemacht und firmiert seither unter dem Qualitätssiegel „Der Weiherer“. Auf der atmosphärischen Bühne, die unser fantastisches Hausmeisterteam wieder in Raum 307/308 gezaubert hatte, spielte er im Rahmen unserer Reihe „Literat(o)ur“ ganz speziell für unsere „Großen“, die 13. Klassen halt.
In guter Brecht´scher Manier macht der Weiherer auch gleich die Künstler-Existenz zum Thema – die Qualität des Auftritts passt er mittlerweile nämlich gerne auch mal dem jeweils erhobenen Eintrittspreis an (sagt er). Das kann dann, je nach Zuhörerschaft, schon mal heißen: Runter im Niveau! Oder auch: Nachzahlen! Aber der Weiherer ist gnädig und bleibt ohne Aufschlag qualitativ „auf Anschlag“ – eine Riesengaudi ist es, den Mann auf der Bühne zu erleben. Und er hat ja auch Verständnis für das junge Publikum: „Gell, ihr habt´s a bissl was ´zahlt, aber ihr seid´s aa ´zwunga word´n?“ Pointierter kann man das typische Dilemma von Schüler_innen gar nicht auf den Punkt bringen, ein paar Euro für „aufgezwungene“ Kultur ausgeben zu müssen. Aber bereut hat die hochtourigen und hochkarätigen anderthalb Stunden volles Programm wohl niemand! – Bereut hat allerdings der Weiherer einmal, dass er einem ratlosen Journalisten empfohlen hat, ihn doch einfach als die „Helene Fischer des Kabaretts“ anzukündigen – da kommt dann doch Publikum mit einer anderen Erwartungshaltung … Besonders bekannt geworden ist der Sänger aber eh nicht als Helene, sondern als der mit dem besonderen Bezug zu 25541 Brunsbüttel! Denn was sagen kritisch Konsumierende mittlerweile, wenn im Elektromarkt nach der Postleitzahl gefragt wird? 25541, und nix anderes! Mit dieser subversiven Idee hat es der Weiherer (dem seine vielen guten Ideen mental fei direkt zusetzen, wie er offen einräumt) sogar in die FAZ geschafft. In den Wirtschaftsteil! Was ihn dann doch erstaunt hat, da er vom Typ, vom Outfit her offenbar eher in anderes Schema passt. Weswegen ihn die Münchner Polizei auch immer wieder mal gerne kontrolliert: „Haben Sie Drogen oder Waffen dabei?“ Und schon wieder eine gute Idee! Und zwar als Antwort einfach mal ausprobieren: „Wås hoaßt da: oder?“ Seither weiß der Weiherer, dass man auf der Wache jede Stunde einen Kaffee angeboten bekommt. Ja, mit der Obrigkeit hat es der Weiherer eh nicht ganz so: Ein bekannter CSU-Mann habe ihm einmal das Lied „Is des nu mei Hoamat?“ „direkt ab´bettelt“ (wie Kinder einem Erwachsenen manchmal „a Watsch´n abbetteln“). Was dann zu der etwas merkwürdigen Konstellation geführt hat, dass er 2016 ag´radd von der Hanns-Seidel-Stiftung nach gestandenen 14 Bühnenjahren – nochmal ag´radd – einen Nachwuchsförderpreis erhalten hat. Aber preiswürdig ist der Mann, gar keine Frage. Denn in die launige und pointierte Conférence mischen sich die vielen poetischen und philosophischen Lieder zu Gitarre und Mundharmonika. In denen es darum geht, wie einen die Gesellschaft verbiegt, wie man sich wehrt, wie man sich nicht alles gefallen lässt. Und darum, dass vieles erträglich wird, wenn „ma uns meng, meng, meng!“ – sich mögen, auskommen miteinander, darum geht es doch. Bevor er noch Rede und Antwort (und für Selfies zur Verfügung) steht, schließt der Weiherer sein Programm unplugged mit dem auch inhaltlich leisen und ans Herz gehenden Stück „Ned so schlimm“.
Und wenn es wieder einmal wo heißt: „Der Weiherer spuit!“ – kommen, anhören, erleben! Griabig!

Stephan Reiter

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