Am 26.09.2018 brachen wir – 12 Schülerinnen und Schüler des Seminar „Ireland“ und unsere beiden Betreuerinnen Frau Bruckner-Jackson und Frau Schubert - schon sehr früh am Morgen (halb 6!) auf unsere Reise nach Irland auf.

Von Dublin ging es gleich weiter mit dem Bus nach Belfast zu unserem Hotel. Nach einer kleinen Ruhepause erkundeten wir gemeinsam Belfast und besichtigten unter anderem den Albert Memorial Clock Tower, der „schiefe Turm“ von Belfast, und eine Skulptur namens „Big Fish“, eine Anspielung auf die keltische Sage vom Lachs der Weisheit. Nach guter irischer Tradition ließen wir unseren ersten Tag bei einem Feierabend-Guiness und einem gemütlichen Essen ausklingen.

Am nächsten Morgen erkundeten wir das politische Belfast, wo der Nordirlandkonflikt – auch „Troubles“ genannt - noch sichtbar und spürbar ist. Dabei handelt es sich um bürgerkriegsartige Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten, der vor erst 20 Jahren beendet wurde. Wir begaben uns deshalb in Richtung der katholischen und protestantischen Viertel, die wiederum in Reich und Arm unterteilt waren, was zum Beispiel gut an den „Murals“, übergroße, bunte Graffiti an den Wänden, zu erkennen war. Unter anderem kamen wir an Grundschulen vorbei, die nach wie vor strikt durch einen Zaun getrennt sind, einem IRA- Memorial, wo die Erinnerung an katholische Kämpfer noch sehr lebendig ist und einem Denkmal für Bobby Sands, ein katholischer Kämpfer, der im Hungerstreik verstarb. Zuletzt hielten wir an der sogenannten „Wall of Peace“, an der jeder, der die Stadt Belfast besucht, einen Gruß oder eine Nachricht hinterlassen kann. Dort hinterließen wir die prägnante Botschaft: „Make Love. FOS/BOS Passau 2018“ (Die Botschaft ist abgekürzt, was den schwierigen Umständen geschuldet ist, unter denen sie geschaffen wurde – siehe Foto). Nach einer kurzen Mittagspause stand der Besuch der „Titanic- Experience“ auf dem Programm, ein neues Museum, das eindrucksvoll und nach modernsten Museumsprinzipien den Bau und den Untergang des tragischen Atlantikriesen illustriert, der in Belfast gebaut wurde. Am Abend gab es noch ein besonderes Highlight: Das Musical „Good Vibrations“. Die Vorstellung war sehr mitreißend und unterhaltsam und hat doch deutlich den Konflikt von Protestanten und Katholiken widergespiegelt.

Am nächsten Morgen trafen wir uns wieder um 9 Uhr, um pünktlich den Bus nach Derry-Londonderry zu erwischen. Diese Stadt hat tatsächlich zwei Namen: Derry heißt sie bei den katholischen Iren, die sich zur Republik Irland orientieren, Londonderry bei den Protestanten. Dort angekommen erwartete uns eine spannende Führung von einem ansässigen Iren, der uns viele Hintergrundgeschichten aus erster Hand erzählen konnte. Nach der Führung gab es eine kurze Pause, bevor wir mit einem weiteren Bus über die Grenze in die Republik Irland fuhren, an einem Strand einige Muscheln sammelten und einen kleinen Spaziergang machten. Bemerkenswert war, dass die Grenze zwischen beiden Ländern (UK und Irland) in keiner Weise spürbar oder sichtbar ist. Das könnte sich schon nächstes Jahr nach dem Brexit ändern.

Am Samstag ging es zurück nach Dublin, wo wir das „Irish Emigration Museum“ besuchten, das in 20 Stationen aufgebaut war und das sehr interessant war, da es viele Überraschungen für uns bereithielt. Später sind wir nach Dublin in die Innenstadt gegangen, um einen kurzen Blick in das weltberühmte Trinity-College zu werfen. Am Abend erkundeten wir die breite Vielfalt an Pubs, Restaurants und Geschäften. An unserem letzten Tag in Irland bestand die Möglichkeit das weltberühmte „Book of Kells“ und die wunderschöne Bibliothek des Trinity College anzusehen. Am Nachmittag mussten wir uns leider von Irland verabschieden – jedoch bestimmt nicht für immer.

Johanna Heuschneider, Carina Lieglein, Susanne Schubert

Irland 01

Irland 02

Irland 03

Jakub veröffentlich die Friedensbotschaft der FOS-BOS Passau auf der „Peace Wall."

 

   
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