Auch wenn Bayern noch nie einen gewählten Kaiser hatte, so meinte es diese imaginäre Person doch gut mit der Seminargruppe „Mythos Bayern“, die er bei Kaiserwetter vom 5.11.2018 bis 7.11.2018 durch Oberbayern schickte.

So erkundete die Gruppe, was denn zur Mythenbildung Bayerns beiträgt und beigetragen hat. Bei herrlichem Sonnenschein stand am Montag der Chiemsee auf dem Programm. Bayerns Versailles auf der Herreninsel und die Idylle der Fraueninsel wiesen den 11 Seminaristen zusammen mit den Lehrkräften Hintermayr und Regner den Weg, den die Fahrt beschreiten sollte. Einzigartige Denkmäler in wunderschöner Umgebung - Sie tragen natürlich zur Bildung des „Mythos Bayern“ bei. Andererseits zeigt das Pflegen alter Bräuche eine gewisse Selbstinszenierung zwischen Folklore und gelebtem Brauchtum bzw. Identität. So verband sich die erste Übernachtung in Bad Tölz mit dem Leonardi-Ritt zu Ehren des Heiligen, um den Segen für die landwirtschaftlichen Lasttiere zu erbitten. Einer der ältesten Bräuche zieht jährlich mehrere tausend Touristen an. So verbindet sich gelebtes, mythisches Brauchtum mit Folklore und Selbstinszenierung.

Über Ettal mit seiner abgeschiedenen Lage und der berühmten Stiftskirche fuhren wir zum Schloss Linderhof, was Ludwig II. in den königlichen Jagwäldern errichten ließ und wo er die meiste Zeit seiner Regierungszeit verbrachte – meist allein. Von dort erreichten wir die letzte Übernachtungsstation, Füssen, um am nächsten Tag Neuschwanstein und die Wieskirche zu besichtigen.
Nicht umsonst steht Neuschwanstein symbolisch für die Verklärung Bayerns und Ludwigs II. Es ist halt auch ein wunderschönes Schloss in pittoresker Umgebung mit einem Baumeister, der mit seiner Begeisterung für Technik und Innovation, eine Märchenwelt hinterlassen hat.
Die „Wies“ - diese Kirche braucht sich vor Ludwigs Schlössern gar nicht zu verstecken – stellte den krönenden Abschluss dieser Studienfahrt dar. Auf der grünen Wiese, von wenigen Gebäuden umgeben, thront dieser Rokokobau als Weltkulturerbe unter blauweißem Himmel. Über eine Million Pilger jährlich lockt die „Wies“ an –wir wissen nun auch warum.

Regner

   
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