Am 16.Januar 2019 war Herr Dr. Baumgartner, ein Mitglied vom „Weißen Ring“, in unserer Schule um uns einen Vortrag über seine Organisation zu halten.

Der Weiße Ring existiert seit 1976 und er ist bereits seit 41 Jahren Mitglied. Insgesamt besteht dieser Verein aus 50.000 Mitgliedern, davon sind 3000 ehrenamtlich aktiv. Der Weiße Ring ist eine Organisation zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Prävention von Straftaten, die in ganz Deutschland vertreten ist. Herr Dr. Baumgartner hat uns auch erzählt, dass der Weiße Ring in engem Kontakt mit der K1 steht und sofort informiert wird, wenn die Angehörigen dies wünschen. Wenn er am Tatort eintrifft, um die Opfer zu betreuen, ist die Leiche oft noch warm erzählte er uns.

Der Weiße Ring finanziert sich hauptsächlich von Geldern aus Strafprozessen, Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Stiftungen. Insgesamt hat der Verein bereits 156 Millionen Euro für Opfer ausgegeben, im Jahr 2017 waren es allein 19 Millionen Euro.

Die Organisation unterstützt Opfer mit immaterieller und materielle Hilfe. Sie hören den Betroffenen zu, sodass diese über ihr Leid reden können. Zudem arbeiten sie auch als eine Art „Scout“, indem sie Opfer mit dem Gericht in Verbindung setzen – Anwälte organisieren, mit Behörden kooperieren u.v.m. Auch während Gerichtsverhandlungen stehen sie den Opfern seelisch bei und kümmern sich um sie. So setzen sich die Mitarbeiter auch als „Schutzwand“ zwischen Opfer und Täter während Gerichtsverhandlungen, sodass der Täter keinen Blickkontakt zum Opfer aufbauen kann. Materielle Hilfen sind z.B. wichtige Alltagshilfsmittel wie eine Waschmaschine, wenn ein Opfer im Zeugenschutzprogramm z.B. seine Wohnung verlassen müssen und solche wichtigen Gegenstände nicht alleine kaufen kann.

Zur Prävention von Missbrauchsfällen veranstaltet der Verein in vielen Kindergärten ein Puppentheater, um den Kindern zu zeigen, was richtig und was falsch ist. Auch in Seniorenheimen betreiben sie Prävention, da ältere Leute oft auf Betrüger am Telefon hereinfallen. Diese geben sich als Angehörige aus und verlangen eine hohe Geldsumme. Ferner werden Workshops zu Cybermobbing angeboten.

Der Vortrag war sehr interessant und ich finde man hat viel Neues dazu gelernt. Herr Dr. Baumgartner hat uns viele verschiedene Sichtweisen gezeigt und von vielen Fällen bzw. Erlebnissen aus seinem Beruf erzählt, zu denen wir auch Fragen stellen durften.

Valerie Ratjen G 12 a

   
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