Mit den Themen Tod und Trauer müssen sich vor allem Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeberufen verstärkt auseinandersetzen und auch einige Schüler aus dem Gesundheitszweig sind im Praktikum mit todkranken und sterbenden Menschen konfrontiert worden.

Um die Erfahrungen der Schüler aufzuarbeiten und Unsicherheiten und Ängste abzubauen, wurde dieses Thema im letzten Anleitungstag vertieft. In einem ersten Theorieteil standen die Erfahrungen aus dem Praktikum und der Umgang mit todkranken und sterbenden Menschen im Mittelpunkt. Den Nachmittag verbrachten die Schüler bei VIVENDA Feuerbestattung in Fürstenzell. Der Geschäftsführer Herr Brunner empfing die Klasse im Verabschiedungsraum und informierte über den geschichtlichen Hintergrund der Feuerbestattung, die rechtlichen Grundlagen sowie verschiedene Bestattungsformen. Als eines der ersten privat betriebenen Krematorien in Niederbayern wurde VIVENDA 2004 in Fürstenzell erbaut und in Betrieb genommen. Heute zählt die Feuerbestattungsanlage zu den modernsten und umweltfreundlichsten Europas. Nach der Einäscherung kann die Urne ganz klassisch auf einem Friedhof im In- und Ausland beerdigt werden. Darüberhinaus bietet die Feuerbestattung viele individuelle, oft stark mit der Natur verbundene Möglichkeiten der Beisetzung: Von der Bestattung zur See, in der Luft, im Wald, auf der Almwiese oder im Weltraum, bis hin zur Karbonisierung der Asche in einen Erinnerungsdiamanten. Mit dem Vorteil, zwischen verschiedenen Arten der Aschebeisetzung wählen zu können, erhält die Feuerbestattung immer mehr Zuspruch. Nach dem interessanten Vortrag besichtigten die Schüler den direkt an das Krematorium angrenzenden „Garten des Friedens“. Der Naturfriedhof ist europaweit der einzige Naturfriedhof, der nach den Grundsätzen des Feng Shui gestaltet wurde. Durch die anschließende Simulation eines Verbrennungsvorgangs wurden den Schülern die Abläufe einer Verbrennung veranschaulicht. Von der Überführung des Verstorbenen über Sicherheitskennung, Verabschiedung, Vorbereitung der Kremierung, die Kremierung, Ascheabfüllung bis zum Verschluss der Urne, lernten die Schüler die wichtigsten Abläufe in einem Krematorium kennen. Herr Brunner nahm sich viel Zeit, um die Fragen der Schüler zu beantworten. Diese zeigten sich sowohl von der technischen Anlage als auch von der Atmosphäre und dem würdevollen Umgang mit den Verstorbenen im Krematorium sehr beeindruckt.

Veronika Lentner

KR01 KR02

 

 

   
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen