Hamburg Fahrt 2026

Moin Moin, Hamburg! – Unser Reisebericht aus dem hohen Norden

25.3.2026

Hamburg Bild klein
Mittwoch, 28.01.: Von Niederbayern in die Hansestadt

Am Mittwoch, den 28.01., hieß es für uns: Abschied nehmen vom beschaulichen Passau. Um 9:30 Uhr rollte der Zug aus dem Bahnhof, die Vorfreude im Gepäck war deutlich größer als der Platz in den Koffern. Doch wer die Deutsche Bahn kennt, weiß, ein bisschen Abenteuer gehört dazu. In Würzburg wurde es sportlich. Da unser erster Zug bereits mit der obligatorischen Verspätung glänzte, sahen wir unseren Anschlusszug nur noch von hinten.
Schlimm? Ach was! Der nächste Zug war schon im Anmarsch. Dass dieser so überfüllt war, dass die Reservierungen verfielen und einige Schüler sowie Frau Hillinger und Herr Jungwirth die Fahrt sportlich im Stehen im Gang verbringen mussten, tat der Stimmung keinen Abbruch. Man rückte wortwörtlich näher zusammen. Verspätungen und Planänderungen? Wir blieben tiefenentspannt – echte Hamburger Gelassenheit im Training. Nach dem Check-in im A&O Hostel und einem schnellen „Frischmachen“ ging es direkt zum Hafen. Pünktlich um 18:00 Uhr legten wir zur Hafenrundfahrt ab. Zuerst mutig an Deck, genossen wir die gigantische Aussicht auf die Containerriesen, die wie schwimmende Hochhäuser neben uns aufragten. Doch je weiter wir uns auf die Elbe hinauswagten, desto mehr peitschte uns die eisige Hamburger Brise ins Gesicht – ein kostenloses Peeling inklusive! Wir flüchteten in den warmen Innenraum, wo uns ein echtes Nordlicht mit viel Humor und Seemannsgarn alles über die Elbphilharmonie, die Musicals und das Hafenleben erklärte. Den ersten Abend ließen wir bei 60 Seconds to Napoli ausklingen, wo wir uns die neapolitanische Pizza sichtlich schmecken ließen, bevor wir erschöpft in unsere Hochbetten fielen.


Donnerstag, 29.01.: Schoko-Glück und Kiez-Legenden

Der Donnerstag startete um 9:00 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück – die notwendige Grundlage für den Fußmarsch zum Chocoversum. Dort lernten wir nicht nur theoretisch, wie aus einer bitteren Bohne zarte Vollmilchschokolade wird, sondern durften uns als „Qualitätskontrolleure“ einmal quer durch die Produktion testen. Das Highlight? Unsere eigene Schokolade! Von weiß über zartbitter bis hin zu bunten Toppings war alles dabei. Ein absoluter Genuss, den wir im Fach NW (Naturwissenschaften) sicher noch mal theoretisch aufarbeiten könnten – rein aus wissenschaftlichem Interesse, versteht sich. Nachmittags erkundeten wir Hamburg auf eigenen Füßen. Während die einen die Mönckebergstraße unsicher machten, suchten andere nach dem besten Fischbrötchen der Stadt. Um 19:30 Uhr wurde es dann richtig spannend: Reeperbahn-Führung. Unser Tourguide begrüßte uns in St. Pauli und nahm kein Blatt vor den Mund. Wir blieben kurz vor der berühmten Herbertstraße stehen, während er uns packende Geschichten über den harten Alltag auf dem Kiez, das Leben der Prostituierten und die berüchtigten Machtkämpfe zwischen den Zuhälterclans vergangener Jahrzehnte erzählte. Er machte uns klar, dass hinter jeder Fassade ein Mensch steckt und wir kein Recht haben, jemanden für weniger wert einzustufen. Wir besuchten legendäre Orte wie die Boxerkneipe Ritze, den Goldenen Handschuh und natürlich durfte ein Blick auf den berüchtigten Elbschlosskeller nicht fehlen. Die Mischung aus dunkler Kiez-Geschichte und schrägen Anekdoten war absolut fesselnd. Der Abend endete für viele mit einem entspannten Drink auf der Reeperbahn, um das bunte Treiben noch ein wenig auf sich wirken zu lassen.


Freitag, 30.01.: Lichtkunst und eine Welt im Mini-Format

Am Freitagmorgen tauchten wir im Port de Lumières in eine völlig andere Welt ein. Statt staubiger Ölgemälde gab es eine gigantische Lichtshow. Die Wände der riesigen Halle erwachten zum Leben: Die Pinselstriche Van Goghs wirbelten um uns herum, Rembrandts „Nachtwache“ schien aus der Dunkelheit direkt auf uns zuzutreten, und die Farben von Vermeers „Mädchen mit dem Perlenohrring“ leuchteten so intensiv, dass man fast vergessen konnte, in einer alten Industriehalle zu stehen. Es war ein Rausch aus Musik und Licht, der uns alle für einen Moment komplett still werden ließ.
Nach einer weiteren Portion Freizeit trafen wir uns um 15:00 Uhr beim Miniatur Wunderland.
Hier wurden wir alle wieder zu kleinen Kindern. Es ist Wahnsinn, mit wie viel Liebe zum Detail dort gearbeitet wird: Wir beobachteten, wie in Monaco die Formel-1-Wagen ihre Runden drehten, während in der Schweiz die Skifahrer über die Pisten fegten. Alle paar Minuten wurde es im Raum Nacht, tausende winzige LED-Lichter gingen an und der Flughafen Knuffigen startete seinen Betrieb. Jede einzelne Figur, jeder winzige Baum und sogar die kleinen Graffiti an den Mini-Häusern sind Unikate. Wir waren fasziniert davon, wie viel Kunst auf nur wenigen Zentimetern Platz hat.
Der letzte Abend wurde genutzt, um noch einmal gemeinsam gut zu essen und die vielen Eindrücke Revue passieren zu lassen.


Samstag, 31.01.: Abschied von der Hansestadt Hamburg

Am Samstag hieß es Koffer packen. Nach einem letzten Souvenir-Shopping (man braucht ja schließlich Magnete und Franzbrötchen für die Familie) trafen wir uns um 14:00 Uhr am Hauptbahnhof. Die Rückreise nach Passau verlief fast schon unheimlich reibungslos. Wir verbrachten die Zeit mit Spielen, dem Austausch der besten Schnappschüsse auf Social Media und viel Gelächter gemeinsam mit Frau Hillinger und Herrn Jungwirth. Gegen 21:00 Uhr kamen wir wieder heil in Passau an – etwas müde, aber vollgepackt mit Erinnerungen. Hamburg war dank der großartigen Organisation und des kreativen Programms unserer Lehrer ein absoluter Erfolg. Die Hansestadt hat uns definitiv nicht das letzte Mal gesehen!

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