Demokratie-Teambuilding durch Debatten:
Beim „Jugend debattiert“-Regionalfinale am Gymnasium Vilsbiburg zeigt unser FOS-BOS-Debatten-Team sein Können.

Auch in diesem Jahr waren wir als FOS-BOS-Passau-Debatten-Team hochmotiviert. Nach monatelangem Einüben und benotetem Debattieren in den Abiturklassen von Herrn Dominik sowie einem überzeugenden Schulfinale unserer Debattenklassen nahmen wir erneut am Regionalfinale von „Jugend debattiert” teil, dem großen europaweiten Wettbewerbsformat. Die Veranstaltung fand am Gymnasium Vilsbiburg statt und bot den Schülerinnen und Schülern der verschiedenen Projektschulen dieses erfolgreichen Unterrichtskonzepts für eine nachhaltige Demokratieerziehung die Möglichkeit, ihre Argumentations- und Diskussionsfähigkeiten auf hohem Niveau unter Beweis zu stellen. Für unsere Schule traten in diesem Jahr Nouren Mohamed und Till Hunt aus der WS12 als Debattierende mit Leni Knon als Stellvertretung an. Beide hatten sich zuvor in den schulischen Debattenwettbewerben durchgesetzt und durften daher die FOS-BOS Passau beim Regionalentscheid mit vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Sekundarstufe II vertreten. Neben den Debattierenden war auch unser Jurorenteam vor Ort. Es bestand aus Schülerinnen und Schülern, die an unserem Schulstandort in Auerbach eine fundierte und vertiefte Jurorenausbildung erhalten hatten. Celina Razic und Karolina Labik aus der WS12 fungierten als Jurorinnen und bewerteten die Debatten der anderen Schülerinnen und Schüler der verschiedenen teilnehmenden Oberschulen Niederbayerns. Unser gesamtes Passauer FOS-Debatten-Team wurde von den stellvertretenden Jurorinnen Alina Halilovic und Helena Auer aus der W12b unterstützt. Alle waren im Vorfeld sorgfältig geschult worden, um die Debatten nach den „Jugend debattiert“-Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft fair und kompetent beurteilen zu können. Unser Team wurde von unseren Lehrern Herrn Dominik, dem langjährigen Schulkoordinator für „Jugend debattiert“, und Herrn Rasch geleitet. Sie bereiteten den gesamten Wettbewerb organisatorisch vor und repräsentierten unsere Schule professionell im Kreis der engagierten Projektkollegen aus Niederbayern. Durch ihre Unterstützung konnten sich die Schülerinnen und Schüler umfassend und weitgehend in ihrer Freizeit auch im Umgang mit digitalen Medien auf den Wettbewerb vorbereiten und den Tag entspannt, aber hochmotiviert und mit umfangreichen Recherchen ausgestattet angehen. Der Wettbewerb selbst war eine sehr wertvolle Erfahrung. Besonders interessant waren die anspruchsvollen Debatten sowie der Austausch mit Schülerinnen und Schülern anderer Projektschulen. Man kam schnell ins Gespräch, diskutierte gemeinsam über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen und konnte neue Perspektiven kennenlernen. Genau dieser Austausch macht „Jugend debattiert“ zu etwas Besonderem, denn hier geht es nicht nur darum, zu gewinnen, sondern auch darum, demokratische Gesprächskultur zu erleben – auf den Debattenbühnen, im Kreis der organisatorisch Mitwirkenden und der kenntnisreichen Zuschauer. Auch die Debattenthemen waren für alle teilnehmenden Schulen in Deutschland wieder sehr spannend und aktuell gewählt. So wurde beispielsweise darüber debattiert, ob die Veröffentlichung von Wahlumfragen im Vorfeld von Wahlen verboten werden sollte. Dieses Thema war besonders passend, da zeitgleich die Kommunalwahl in Bayern bevorstand.
Außerdem wurde die finanzielle Unterstützung von Lokalzeitungen durch den Staat, um unabhängigen regionalen Journalismus zu sichern, als brandaktuelles Thema aus dem Bereich der sich rapide verändernden Medienlandschaften intensiv debattiert. Beide Fragestellungen zeigen erneut, wie eng das Projekt „Jugend debattiert” mit den politischen Herausforderungen unserer Gegenwart, die ebenso auch im Fach Politik und Gesellschaft behandelt werden, verknüpft ist und wie es diese stets mit den unterschiedlichen Alltagsbereichen der Bürgerinnen und Bürger verbindet. Auch wenn unsere Debattierenden in diesem Jahr ausnahmsweise nicht ins Finale einziehen konnten, war der Tag dennoch ein voller Erfolg. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten wichtige Erfahrungen in demokratischer Debattenkultur sammeln und somit auch lernen, Fake News entgegenzutreten. Ebenso konnten sie ihre digitale Medienkompetenz vertiefen, ihr Selbstvertrauen im öffentlichen Sprechen stärken und eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass sie gelernt haben, respektvoll mit unterschiedlichen Meinungen umzugehen. Besonders deutlich wurde für alle Beteiligten erneut, wie sehr Debatten-Bildung und ein positives Demokratie-Erlebnis zusammengehören. Veranstaltungen wie das erlebnisreiche Finale von „Jugend debattiert” fördern genau diese Werte: Zuhören, Argumente abwägen, vertieft recherchieren, andere Meinungen respektieren und gemeinsam nach guten Lösungen suchen. Deshalb nehmen wir aus diesem Tag, dem 25. Februar 2026, vor allem die Gedanken von Teamgeist und gelebter Demokratie mit – ein Unterrichtsprojekt in seiner bestmöglichen Realitätsanwendung. Als Dank für das intensive Engagement unserer Schülerinnen und Schüler an diesem langen Tag mit Debatten und Reisen hat unsere Oberschule alle Mitglieder des FOS-BOS-Debattenteams zum Ausklang dieser positiven Schulveranstaltung in ein angesagtes Passauer Spezialitätenlokal eingeladen. Dort wurde noch einmal intensiv über die Ereignisse und Themen des Tages reflektiert.
Leni Knon, WS 12 und OStR Michael Dominik, Schulkoordinator Jugend debattiert
