Die FOS Passau in Wien

Die FOS Passau in Wien
Eine Klassenfahrt geprägt von Kunst, Kultur und unvergesslichen Erlebnissen

17.05.2026

Wienfahrt 1 Naturhistorisches Museum

Ein vielversprechendes Programm hatte die Klassen S12b, T12a und W12a in Begleitung von Frau Zels, Frau Reitberger, Herrn Regner und Herrn Rasch bereits Wochen vorher ungeduldig gemacht: Drei Tage in der Mozartstadt mit großen und kleinen Ausflügen jeglicher Art, Besuchen von Museen und Restaurants sowie Unmengen an Zeit, um Erinnerungen zu schaffen. Bereits am Bahnhof in Passau kribbelte es uns allen in den Fingern. Sowohl den Lehrern als auch den Schülern war die Aufregung nun nicht mehr abzusprechen. Kurz nach acht hieß es: Auf geht’s nach Wien! Während sich einige in knallharten Uno-Partien Freund zu Feind machten oder der eine oder andere noch einen Powernap einlegte, lernten andere emsig für die eine oder andere Schulaufgabe. Aber egal, wie man die Zeit verbrachte: Die stundenlange Zugfahrt verging wie im Flug.
In Wien angekommen, machten wir uns direkt auf den Weg zum Naschmarkt und von dort aus weiter zu unserem Hotel, dem „Wombats“. Dort konnten wir jedoch nur kurz unsere Koffer abladen, denn anschließend ging es hinaus ins kalte, nasse Stadtleben. Doch für die Schüler der FOS Passau gilt: Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung. So teilten sich die Schüler in Gruppen auf. Während sich die einen einen ersten Überblick über das Viertel verschafften, machten es sich die anderen in Restaurants bequem.
Egal, ob man sich vorher gestärkt oder ein wenig ausgetobt hatte – alle waren bereit für unseren ersten Programmpunkt, die Stadtführung. Ein waschechter Wiener mit echtem Schmäh führte uns humorvoll durch die Stadt – vom Naschmarkt über den Heldenplatz bis zum „Steffl“ – und ließ dabei kein interessantes historisches Detail aus. Ein wenig erschöpft und durchnässt, aber um einiges schlauer in Bezug auf Habsburger, Mozart und Co., waren wir schließlich bereit für den Check-in. Dieser kostete unsere Lehrkräfte aufgrund der Gruppengröße sicherlich einige Nerven.
Nach dem wir uns schnell herausgeputzt hatten, ging es am ersten Abend mit Bärenhunger zum Esterházykeller. Diese urige kleine Gastwirtschaft mit Wiener Küche hatten wir auf Empfehlung einer Klassenkameradin besucht. Es war eine großartige Wahl, um solch einen erlebnisreichen Tag ausklingen zu lassen – darin waren sich alle einig! Anschließend schaute sich der eine oder andere noch einmal die Innenstadt bei Nacht an, die meisten waren jedoch froh, danach endlich ins Bett fallen zu können.
Ausgeschlafen, hochmotiviert und im Hotel mit Frühstück gestärkt, wartete ein weiterer Tag in Österreichs Hauptstadt auf uns. Frühmorgens um neun trennten sich unsere Wege als Klassen erneut: Die eine Gruppe durfte das Sisi-Museum besuchen, auf den Spuren von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph I. wandeln, die königlichen Gemächer bestaunen und in den prunkvollen Räumlichkeiten per Audioguide eine Zeitreise in die kaiserliche Vergangenheit unternehmen. Zeitgleich erforschte die andere Hälfte der Reisegruppe die Kaiserliche Schatzkammer, staunte über kostbaren Schmuck wie die Insignien des Heiligen Römischen Reiches und bewunderte Königsroben, Gemälde sowie religiöse Artefakte.
Nach einer kleinen Mittagspause versammelten wir uns alle vor dem Naturhistorischen Museum. Egal, welche Erwartungen wir an diesen Programmpunkt hatten – sie wurden alle übertroffen. Die Führung startete mit einem Blick hinter die Kulissen – oder besser gesagt: auf die Kulissen. Da standen wir nun alle auf dem Dach des Museums und hatten einen direkten Blick auf das Kunsthistorische Museum sowie über die gesamte Wiener Altstadt und die Ringstraße. Vor uns in der Ferne lag der Stephansdom, umringt von Kunst, Kultur und architektonischen Meisterwerken. Auf dem Dach zwischen den allegorischen Statuen machten wir das eine oder andere Foto und nahmen uns Zeit, diesen einzigartigen Blick auf Wien zu genießen.
Anschließend erhielten wir noch eine kurze Führung durch die Innenräume, die in ein Erkunden auf eigene Faust überging. So verteilten wir uns in dem riesigen Museum und erkundeten die Bereiche Anthropologie, Geologie, Paläontologie und Zoologie. Unsere persönlichen Highlights waren die echten Dinosaurierskelette, die Meteoriten und die gigantischen Mineralien. Einige von uns waren aus dem 9.000 m² großen Museum mit seinen 30 Millionen Objekten kaum herauszubekommen.
Der Nachmittag und Abend standen zur freien Verfügung. Einige erkundeten die Stadt oder ließen sich in Bars nieder, während andere den Abend mit Billard in der Hotelbar verbrachten. Wieder andere starteten Shopping-Touren, besuchten den Wiener Prater oder genossen die Wiener Abendkultur in Theatern und Musicals.
Am letzten Tag standen die ersten Schüler pünktlich um acht Uhr bereit für den Besuch der UNO-City. Vielleicht ein wenig müde, aber dennoch motiviert! Eine Gruppe hatte das Privileg, das Gebäude der Vereinten Nationen zu besichtigen und im Rahmen einer interaktiven Führung mehr über die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, Frieden und Sicherheit zu erfahren. Zeitgleich besuchte der andere Teil der Schüler das Schloss Schönbrunn und bewunderte die 120 Hektar großen Schlossgärten. Der wunderschöne Ausblick auf die königliche Sommerresidenz stimmte uns fast schon melancholisch, denn die Abreise rückte näher.
Nachdem wir ein letztes Mal in Gruppen durch die inzwischen vertraute Innenstadt marschiert waren, uns mit einer Kleinigkeit zu essen versorgt oder letzte Einkäufe getätigt hatten, checkten wir aus und machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Nachmittags stiegen wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge in den Zug Richtung Heimat. Mit hunderten Geschichten im Gepäck, tausenden Fotos auf dem Handy und einer gestärkten Verbindung zu unseren Klassenkameraden und Lehrern fuhren wir schließlich im Passauer Bahnhof ein. Alles in allem war es eine Klassenfahrt, die sich trotz ihrer Kürze als absolut großartig herausstellte und bei allen Schülern einen unvergesslichen Eindruck hinterließ.

Matilda Böhmer, S 12b

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