Demokratie-Teambuilding durch Debatten

Unser FOS-BOS-Debatten-Team zeigt beim Jugend debattiert Regionalfinale am Gymnasium Vilsbiburg sein Können:

11.5.26IMG 20260410 WA0005

Auch in diesem Jahr waren wir hochmotiviert, als FOS-BOS -Passau-Debatten-Team, nach monatelangem Einüben und benotetem Debattieren in den Abiturklassen von Herrn Dominik sowie einem überzeugenden Schulfinale unserer Debatten-Klassen erneut beim Regionalfinale von Jugend debattiert, dem großen europaweiten Wettbewerbsformat, dabei. Die Veranstaltung fand am Gymnasium Vilsbiburg statt und bot Schülerinnen und Schülern der verschiedenen Projekt- Schulen dieses erfolgreichen Unterrichtskonzepts für eine nachhaltige Demokratie-Erziehung die Möglichkeit, ihre Argumentations- und Diskussionsfähigkeiten auf hohem Niveau unter Beweis zu stellen. Für unsere Schule traten in diesem Jahr Nouren Mohamed und Till Hunt aus der WS12 als Debattierende, mit Leni Knon als Stellvertretung, an. Beide hatten sich zuvor in den schulischen Debatten-Wettbewerben durchgesetzt und durften daher die FOS-BOS Passau beim Regional-Entscheid mit vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Sekundarstufe II vertreten. Neben den Debattierenden war auch unser Jurorenteam aus Schülerinnen und Schülern, welche an unserem Schulstandort in Auerbach eine fundierte und vertiefte Juroren-Ausbildung erhalten hatten, vor Ort. Celina Razic und Karolina Labik aus der WS12 fungierten dazu als Jurorinnen und bewerteten die Debatten der anderen Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen teilnehmenden Oberschulen Niederbayerns. Unterstützt wurde unser gesamtes Passauer FOS-Debatten-Team von den stellvertretenden Jurorinnen Alina Halilovic und Helena Auer aus der W12b. Alle waren im Vorfeld sorgfältig geschult hierfür geschult worden, um die Debatten nach den Kriterien von „Jugend debattiert“ wie Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft, fair und kompetent beurteilen zu können. Geleitet wurde unser Team von unseren Lehrern Herrn Dominik, dem langjährigen Schulkoordinator für Jugend debattiert und Herrn Rasch, die den gesamten Wettbewerb organisatorisch vorbereiteten und unsere Schule professionell im Kreis der engagierten Projekt-Kollegen aus Niederbayern repräsentiert haben. Durch ihre Unterstützung konnten sich die Schülerinnen und Schüler umfassend, weitgehend in ihrer Freizeit(!), auch in der Nutzung von digitalen Medien, auf den Wettbewerb vorbereiten und den Tag entspannt, aber hochmotiviert und mit umfangreichen Vorbereitungs-Recherchen ausgestattet, angehen. Der Wettbewerb selbst war eine sehr wertvolle Erfahrung. Besonders interessant waren die fordernden Debatten sowie der Austausch mit Schülerinnen und Schülern anderer Projekt-Schulen. Man kam schnell ins Gespräch, diskutierte gemeinsam über aktuelle Themen politischer und gesellschaftlicher Art und konnte neue Perspektiven kennenlernen. Genau dieser Austausch macht „Jugend debattiert“ zu etwas Besonderem, denn hier geht es eben nicht nur darum, zu gewinnen, sondern auch darum, demokratische Gesprächskultur zu erleben, auf den Debatten-Bühnen ebenso wie im Kreis der organisatorisch Mitwirkenden sowie der kenntnisreichen Zuschauer. Auch die Debattenthemen waren wieder für alle teilnehmenden Schulen in Deutschland sehr spannend und aktuell gewählt. So wurde zum Beispiel darüber diskutiert, ob die Veröffentlichung von Wahlumfragen im Vorfeld von Wahlen verboten werden sollte. Dieses Thema ist besonders passend, da zeitgleich die Kommunalwahl in Bayern bevorstand.

IMG 20260410 WA0007

Die finanzielle Unterstützung von Lokalzeitungen durch den Staat, um unabhängigen regionalen Journalismus zu sichern, wurde außerdem als brandaktuelles Thema aus dem Bereich der sich rapide verändernden Medienlandschaften intensiv debattiert. Beide Fragestellungen zeigen erneut, wie eng das Projekt Jugend debattiert in seinen Themenstellungen die politischen Herausforderungen unserer Gegenwart, die ebenso auch im Fach Politik und Gesellschaft behandelt werden, abbildet und hierin stets mit dem unterschiedlichen Alltagsbereichen der Bürgerinnen und Bürger verbunden ist. Auch wenn unsere Debattierenden in diesem Jahr ausnahmsweise nicht in das Finale einziehen konnten, war der Tag dennoch ein voller Erfolg. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten wichtige Erfahrungen in demokratischer Debattenkultur und damit auch der Abwehr von Fake-News sammeln, ebenso ihre digitale Medienkompetenz vertiefen, ihr Selbstvertrauen im öffentlichen Sprechen stärken und noch eingehender beweisen, dass sie respektvoll mit unterschiedlichen Meinungen umzugehen gelernt haben. Besonders deutlich wurde ebenso wieder für alle Beteiligten, wie sehr Debatten-Bildung und ein positives Demokratie-Erlebnis zusammengehören. Veranstaltungen wie ein derartig erlebnisreiches „Jugend debattiert“-Finale fördern genau diese Werte: Zuhören, Argumente abwägen, vertieft recherchieren, andere Meinungen respektieren und gemeinsam nach guten Lösungen suchen. Deshalb nehmen wir aus diesem Tag, dem 25. Februar 2026, vor allem den Gedanken von Teamgeist, und gelebter Demokratie mit – ein Unterrichtsprojekt in seiner bestmöglichen Realitätsanwendung. Als Dank für das intensive Engagement unserer beteiligten Schülerinnen und Schüler an diesem sehr langen Debatten-Reise-Tag hat unsere Oberschule alle Beteiligten dieses FOS-BOS-Debattenteams zum Ausklang dieser sehr positiven Schulveranstaltung in ein angesagtes Passauer Spezialitäten-Lokal eingeladen, wo über die Ereignisse und Themen dieses Tages nochmal intensiv reflektiert wurde.