Zwei besondere Wochen

Vom 14. bis 28. März 2026 hatten 14 Schülerinnen und Schüler der FOS Passau aus den Fachrichtungen Wirtschaft und Verwaltung, Sozialwesen und Gesundheit, die Möglichkeit, im Rahmen von Erasmus+ ein Auslandspraktikum in Meran in Südtirol zu machen. Begleitet und unterstützt wurden wir in der ersten Woche von Herrn Jungwirth und Frau Meyr, anschließend von Frau Messerer und Herrn Hintermayr.
Nach der gemeinsamen Abreise um 8:19 Uhr vom Hauptbahnhof Passau kamen wir nachmittags um circa 16:45 Uhr in Meran an und konnten direkt die Stadt kennenlernen. Meran hat uns von Anfang an sehr begeistert. Die Mischung aus Bergen und mediterranem Flair ist etwas Besonderes, und durch das sehr gute Wetter hat man sich direkt wohlgefühlt. Auch im Alltag merkte man immer wieder, dass man im Ausland ist, sei es durch die Sprache oder die andere Kultur, was die ganze Erfahrung noch interessanter gemacht hat.

Die Tage waren sehr gut organisiert und strukturiert - unter der Woche fand vormittags immer das Praktikum statt, während nachmittags und abends verschiedene Programmpunkte auf dem Plan standen, die teils verpflichtend und teils freiwillig waren.
Die Praktikumsstellen waren nach Fachrichtungen aufgeteilt. Im wirtschaftlichen Zweig arbeiteten einige bei der Gourmet‘s International GmbH für das Weinfestival in Meran, bei der Gemeinde Lana sowie in der Verwaltung der FOS Meran und konnten dort Einblicke in Büroarbeit und Organisation gewinnen.
Im sozialen Zweig waren Schülerinnen und Schüler in der Montessorischule Meran und im Eltern-Kind-Zentrum tätig, wo vor allem der Umgang mit Menschen eine große Rolle spielte.
Der gesundheitliche Zweig war im Gesundheitszentrum St. Josef, bei der Stiftung St. Elisabeth Martinsbrunn sowie beim Altenheim Schenna eingesetzt und konnte dort Erfahrungen im medizinischen und pflegerischen Bereich sammeln.
Die Arbeit in den Betrieben war für uns sehr positiv. Wir wurden freundlich aufgenommen, durften mithelfen und waren oft richtig in den Arbeitsalltag eingebunden. Viele Aufgaben haben Spaß gemacht und man hatte das Gefühl, wirklich etwas zu tun und nicht nur zuzuschauen.
„Während meines Auslandspraktikums in Meran habe ich gemerkt, dass Patienten neben medizinischer Hilfe vor allem menschliche Nähe und emotionale Zuwendung brauchen. Es war für mich eine sehr schöne Zeit mit wertvollen Erfahrungen und ich würde dieses Auslandspraktikum jederzeit wieder machen.“ ~Elisa Sylaj, Praktikantin im Gesundheitszweig
Neben dem Praktikum gab es viele gemeinsame Aktivitäten. Gleich am Anfang haben wir bei einer Stadtführung die märchenhafte Stadt Meran besser kennengelernt. Ein besonderes Highlight war die Fahrt nach Bozen, bei der wir gemeinsam die Stadt erkundet haben. Auch der Theaterbesuch von „Romeo und Julia“ (modern inszeniert) war eine interessante und neue Erfahrung für viele von uns.
In der zweiten Woche standen weitere spannende Aktivitäten an, wie zum Beispiel Kegeln in Dorf Tirol, was für viel gute Stimmung gesorgt hat. Auch die gemeinsamen Abende kamen nicht zu kurz. Wir waren öfter zusammen in Bars und Restaurants unterwegs oder haben einfach gemeinsam den Tag ausklingen lassen, was immer sehr entspannt und lustig war.
Ein weiterer Höhepunkt war das gemeinsame Abschlussessen im Restaurant La Smorfia, das zusammen mit Vertretern der Praktikumsbetrieben stattfand. Dort konnten wir die zwei Wochen nochmal gemeinsam Revue passieren lassen. Und schon haben wir gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen ist.
Das Auslandspraktikum war eine einzigartige, schöne Erfahrung. Wir haben nicht nur viel in unseren Betrieben gelernt, sondern auch erlebt, wie es ist, selbständig zu leben. Meran hat uns mit seiner Atmosphäre, dem guten Wetter und den vielen Eindrücken überzeugt. Wenn wir die Möglichkeit hätten, würden wir sofort wieder mitfahren!
„Die Zeit in Meran war für mich eine besonders eindrucksvolle Erfahrung. In meiner Freizeit konnte ich die Umgebung erkunden und viele neue Eindrücke sammeln. Vor allem das Zusammenleben und der Austausch mit anderen haben diese Zeit geprägt. Sie hat mich sehr beeindruckt und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.“
Adriano Casella, Praktikant im Wirtschaftszweig
