Erinnerung schützt Demokratie

F11, BF11 und IVK besuchen KZ-Gedenkstätte

16.07.26

Gruppe

Was kann man tun, um die Entstehung einer neuen Diktatur in Deutschland zu verhindern? „An das erinnern, was die Nazis damals getan haben,“ war die treffende Antwort eines Schülers der F11 auf die Frage eines Guides in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Diese Schülerantwort machte zugleich deutlich, warum sich die F11, die BF11 und die IVK mit ihren Lehrern Wolfgang Wendl und Stefanie Reitberger zu einer Exkursion an den Gedenkort aufgemacht hatten: Indem man sich an einem früheren Ort des Grauens mit den Nazi-Verbrechen auseinandersetzt, bleiben diese als Mahnung in Erinnerung.
Zunächst informierte eine Filmvorführung im ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Konzentrationslagers die Gruppe der FOSBOS Passau über die Lagergeschichte. Anschließend erkundeten die Schülerinnen und Schüler mit erfahrenen Guides das Gelände des Lagers.

Vorstellung
Während der Führungen besuchten sie zentrale Erinnerungsorte wie das Jourhaus mit dem Eingangstor, auf dem die zynische Inschrift „Arbeit macht frei“ die Häftlinge verhöhnte. Über den Appellplatz führten die Guides die Klassen zu den rekonstruierten Häftlingsbaracken und religiösen Gedenkstätten. Die Erläuterungen der Experten machten dabei die nationalsozialistischen Verbrechen und das Schicksal der Häftlinge auf eindrückliche Weise nachvollziehbar. Das Leid, das die Menschen auch im Lagergefängnis „Bunker“ erfahren hatten, erschütterte die Schülerinnen und Schüler. Die authentischen Orte und die bewegenden Berichte über das Leben und Leiden der Inhaftierten hinterließen bei vielen einen bleibenden Eindruck.
Von Stille und Nachdenklichkeit geprägt war insbesondere der Besuch am ehemaligen Krematorium. Dort stellte der Guide Herr Marx zum Abschluss der Tour die oben genannte Frage, wie man eine Diktatur verhindern könne. Die vielfältigen Vorschläge der Schüler, einer Ohnmacht des Einzelnen vorzubeugen, spitzte er zu einem Appell zu: „Geht wählen!“ Denn Erinnerungskultur sei dann erfolgreich, wenn man der historischen Verantwortung gerecht werde, indem man sich für Menschenwürde, Toleranz und Demokratie einsetze.

Stefanie Reitberger, StRin

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