Schüler kultivieren den Streit

„Soll die Ukraine deutsche Waffenlieferungen erhalten?“ – „Soll in Deutschland eine allgemeine Impfpflicht durchgeführt werden?“ - Unser langjähriges Schulprojekt „Jugend debattiert“ thematisiert erneut die brennenden Fragestellungen unserer Gegenwart – auch die PNP berichtet:

PNP Artikel

 Hier geht es zum vollständigen PNP-Artikel von Franz Danninger 

 

Seit fast 20 Jahren ist dieses europaweit vernetzte Demokratieprojekt „Jugend debattiert“ ein fester Bestandteil unserer FOS-BOS-Schulkultur, was durch sehr motivierte Schülerinnen und Schüler auch beim diesjährigen Schulfinale erneut unter Beweis gestellt wurde:
Professor Markus Pissarek , der Lehrstuhl-Inhaber für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Passau begleitete diesen Wettbewerbsnachmittag des Schulfinales und stellte hierbei anerkennend fest: „…man muss seine eigene Meinung auch überzeugend vertreten können“:
Vertiefte Recherchen , umfangreiche Faktenchecks , Arbeiten mit wissenschaftlichem Datenmaterial sowie die Hinterfragung und Bewertung von Quellen, besonders im Netz und den sozialen Medien, sind ein elementarer Bestandteil in der dafür umgesetzten Projekt-Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler auf einem anspruchsvollem Niveau, ebenso wie die Anwendung der eigenen , hierzu geschulten rhetorischen Fähigkeiten, um faktenorientierte, positive Überzeugungskraft darzustellen.
Die Verteidigung unserer demokratischen Werte beginnt dabei, heute noch intensiver gefordert als seit vielen Jahren, in unseren Klassenzimmern – Meinungsfreiheit und konstruktiver Austausch von Meinungen in der praktischen Umsetzung stärken hierin unsere freiheitlich demokratische Grundordnung in diesem sehr erfolgreichen Projekteinsatz unserer Fos-Oberschülerinnen und Fos-Oberschüler. Dies stellten diese in den vergangenen Jahren auch schon bei Besuchen im Bayerischen Landtag und verschiedenen Bundesministerien in Berlin unter Beweis , wenn sie mit den dortigen Verantwortungsträgern Meinungen austauschten , wobei auch stets politische Streitfragen eine Rolle spielten , wie auch im Projektverlauf und beim Schulwettbewerb im Schuljahr 2021/22.
Frieden und Vertrauen beginnen in konstruktiven Worten und in gegenseitiger Fairness - gerade in Kriegs- und Pandemiezeiten ist somit das Projekt „Jugend debattiert“ mit seinen Unterrichtsinhalten ein leuchtendes Vorbild gegen Hetzer, Kriegstreiber und Verschwörungsverbreiter aller Art.
Dabei leben die Schülerinnen und Schüler vor, dass in fairer und gleichberechtigter Austausch von Standpunkten und Meinungen die Grundlage ist für ein friedliches Miteinander innerhalb unserer Gesellschaften und auch in der Kommunikation zwischen den Staaten.
Nach einer mehrmonatigen Vorbereitungs- und Erarbeitungsphase in den beteiligten Klassen konnte mit dieser Zielsetzung auch dieses Jahr, trotz aller pandemiebedingten Herausforderungen und Unwägbarkeiten im zweiten „Covid-Debatten-Jahr“, das traditionelle Schulfinale im deutschland- und europaweiten Wettbewerb „ Jugend debattiert“ an einem Freitagnachmittag an unserem Schulstandort in Auerbach durchgeführt werden .
Bereits bei den vorgelagerten Argumentationsübungen und Vorbereitungsdebatten wurden dabei aktuellste Fragestellungen von den Schülerinnen und Schülern durch Recherchen multiperspektivisch bearbeitet und in Argumente übertragen , z.B. ob Deutschland der Ukraine Waffen liefern sollte oder die Schüler in Pandemiezeiten von der Schulpflicht entbunden werden sollten. Solche politisch-gesellschaftlichen Fragestellungen konnten dabei auch in verschiedener Hinsicht in den Fächern Politik und Gesellschaft sowie im Wahlpflichtfach Internationale Politik eingebunden wurden .
Am Wettbewerbsnachmittag des Schulfinales in Auerbach waren die Debattenthemen der beiden Vorrunden die Fragen „Sollen Influencer verpflichtet werden, auf Bildbearbeitung und Filtereinsatz ausdrücklich hinzuweisen?“ sowie „Soll der Verkauf von Süßigkeiten im Kassenbereich von Supermärkten verboten werden?“. In der Finaldebatte dieses Nachmittags wurde dann abschließend, ebenso auf einem hohen fachlichen Niveau, die Frage debattiert, die auch die gesamte Gesellschaft beschäftigt: „Soll in Deutschland eine allgemeine Corona-Impfpflicht eingeführt werden?“.

Dieses sehr hohe Niveau und die umfangreiche Faktenbasierung auch dieser Finaldebatten konnten nur durch intensives eigenes Engagement der beteiligten Schülerinnen und Schüler erreicht werden, was auch einen umfangreichen außerschulischen Zeitaufwand derselben beinhaltete, was ebenso für die eingehenden Vorarbeiten der souverän agierenden Schüler-Jurorinnen und Schüler-Juroren gilt.

Am Schulfinale „Jugend debattiert“ im Schuljahr 2021/2022 am 21.1.2022 haben teilgenommen:

Aus der W 12A:
Härtl, Nadine
Paul, Martin
Unrecht, Johannes
Wegerbauer, Thomas
Schülerjurorin: Wimmer, Wally
Aus der W 12B:
Brunner, Andreas
Cheko, Aydel
Pèter, Fanni
Rietz, Hannah
Schülerjuror: Scholz, Martin
Im Finale debattierten:
Härtl, Nadine – Rietz, Hannah - Cheko, Aydel - Paul, Martin

Im Regionalfinale(online) für Niederbayern haben daraufhin unsere Oberschule vertreten:

Härtl, Nadine – Rietz, Hannah – Paul, Martin sowie im Jury-Einsatz: Wimmer, Wally und Scholz, Martin

Besonderer Dank gilt weiterhin den Kollegen StD Stephan Reiter (Fachbetreuer Deutsch) und OStR Christian Hintermayr (Koordinator Landtagsprojekt) für deren umfangreiche Ausbildungs- und Jurorentätigkeiten im Projekt sowie der Schulleitung und dem Hauspersonal für die Unterstützung.

OStR Michael Dominik, Schulkoordinator Jugend debattiert.

 

 

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